Ohne Tencha kein hochwertiger Matcha Tee

Herstellung Matcha TeeDer aufwendige Produktionsprozess und die begrenzten Anbaumöglichkeiten machen den Matcha Tee wohl zum kostbarsten Tee Japans, ja sogar zum wertvollsten Tee der Welt.

Matcha Tee ist eine ganz besondere Form des grünen Tees. Er wird aus dem sogenannten Tencha gewonnen. Tencha ist eine besonders seltene und hochwertige Sorte des grünen Tees und macht etwa 1 % der japanischen Teeproduktion aus. Der Tencha wird in traditionellen Teeanbaugebieten Japans angepflanzt. Hierzu zählt die wohl älteste Teeanbau-Region Nishio als auch die Region Kuyushu, welche zugleich die drittgrößte Insel Japans ist. Hochwertiger Matcha Tee sollte aus diesen beiden japanischen Teeregionen stammen, denn nur von hier kommt auch der edle Tencha aus welchem der pulverisierte grüne Tee in einem aufwendigen Prozedere gewonnen wird.

Die Ernte des Tencha – Matcha Tee ist Handarbeit

Etwa drei bis vier Wochen vor der eigentlichen Ernte werden die Tencha-Pflanzen zu 90 % vom Sonnenlicht mit leichten Tüchern abgeschirmt und arbeiten so im Dunkeln weiter. Damit der Stoffwechsel in den Tencha-Pflanzen beim mangelnden Sonnenlicht auch weiterhin funktionieren kann, verstärkt die Pflanze Ihren Photosynthese-Prozess, wodurch mehr Chlorophyll produziert wird. Dieser Prozess ist wichtig für einen hochwertigen Matcha Tee, da sich hierbei nicht nur das satte und dunkle Grün entwickelt, sondern auch der Geschmack des Matcha Tees süßlicher und somit qualitativ hochwertiger wird. Zudem bildet die Pflanze beim Verdunklungsprozess mehr Koffein, Aminosäuren und auch bestimmte Bitterstoffe, die den Tee später zu einem wahren Energielieferanten machen.

Der Tencha wird nur ein einziges Mal im Jahr geerntet und das findet im Frühjahr statt. Um das hochwertige Produkt zu schützen und den Ertrag möglichst gut auszuschöpfen, werden die Tencha-Blätter per Hand gepflückt. Hierdurch wird garantiert, dass keine unliebsamen Bruchstellen entstehen, welche oxidieren und so dazu führen könnten, dass in den Teeblättern freie Radikale entstehen, welche dem menschlichen Körper schaden könnten.

Dämpfen, trocknen, mahlen – Der lange Weg des Matcha Tees

Nachdem der Tencha geerntet wurde, muss er auch direkt weiter verarbeitet werden, um einen hochwertigen Matcha Tee zu erhalten. Hierfür werden die Blätter kurz bei 180 °C gedämpft, wodurch sie ihre prächtige Farbe behalten und anschließend von Stengeln und Blattadern befreit. Für den kostbaren Tee sollen schließlich nur die besten Pflanzenteile, also die zarten Blattsprossen, weiterverarbeitet werden.

Der Tencha, welcher nach dem Dämpfen Aracha genannt wird, wird nun in gleichgroße Stücke geschnitten und anschließend schonend in speziell dafür bestimmten Öfen getrocknet.

Um eine Fermentierung des Tees zu vermeiden, wird er anschließend pulverisiert. Macha bedeutet ja auch „pulverisiserter Tee“. Dies geschieht mit Hilfe von Mühlsteinen aus Granit, die die Blättern zu extrem feinem Pulver von 5-7 Mikrometer Größe mahlen.1

Das feine Pulver führt zu einer cremigen Konsistenz, die für einen hochwertigen Matcha Tee typisch ist.

Matcha Tee – Der Qualitäts-Check

Anschließend geht es an die Qualitätskontrolle, das sogenannte Blending. Matcha Tee wird in bis zu 100 Qualitätsstufen differenziert.2

Sehr guter Matcha Tee ist besonders fein gemahlen und von seiner Farbigkeit herleuchtend grün wie Jade. Zudem besitzt dieser Matcha Tee eine Edelsüße, die ihn besonders auszeichnet.

Je schlechter die Qualität des Matcha Tees ist desto gröber wird das Pulver. Qualitativ schlechter Matcha Tee ist blaß grün, über bräunlich bis hin zu gelb. Vom Geschmack her ist er oft bitter oder sogar säuerlich. Das hängt dann übrigens mit einem unzureichendem oder falschem Reifungsprozess zusammen.3

Beim Kauf des Matcha Tees sollte man unbedingt auf das Herkunftsland und die Farbe achten. Guter Matcha Tee hat auch seinen Preis. Findet man also ein Produkt, dass sehr günstig ist, sollte man es sich noch einmal gut überlegen.

 

 

1 Vgl. Iatroudakis, Michael: Der Matcha Tee. Das gründe Wunder aus Japan, 2014.

2 Vgl. Iatroudakis, Michael: Der Matcha Tee. Das gründe Wunder aus Japan, 2014.

3 www.gruenertee.de/matcha

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